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Literaturglossar

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Literaturglossar - Zusammenschnitt und eigene Ergänzung

Inhaltsverzeichnis

Alliteration

gleicher Anlaut der Stammsilben. "Komm Kühle, komm küsse den Kummer" (Brentano) auch Stabreim oder Anfangsreim "Milch macht müde Männer munter" -> Werbeslogan -> sprachliche Mittel -> Stilmittel

Anekdote

Lit, TS

- kurze, kleine, meist lustige Geschichte oder Anfügung (z.B. vom Papst, Oper etc.) oft über eine Person - mündlich oder schriftlich, überzeichnet, ins Lustige gezogen - Anknüpfung an eine Geschichte (annectere lat. = annektieren = anknüpfen z.B. mit Gewalt oder mündlich) - Annektieren = Einverleibung eines Landes durch das erobernde Land (Geschichte) - anekdotisch = anekdotenhaft = geschichtenartig


Antonym

Lit, Stil, WS

Antonym = Gegenteil Bsp.: trocken - nass Synonym = Gleiches Wort Homonym: Gleichtönend

Homonym - Ein Homonym ist ein Wort, das gleich klingt und gleich geschrieben wird wie ein anderes, aber eine andere Bedeutung hat.

Bsp.: Schloss:

  1. - Behausung des Königs
  2. - Verriegelung, die Tür wird damit verschlossen

Birne:

  1. - Obst
  2. - Glühbirne

Bank:

  1. - Geldinstitut, wird oft von Räubern überfallen
  2. - man setzt sich drauf

Synonym literaturglossar#Synonym - gleichbedeutend - Bsp.: Frühling Frühjahr

AP-Textprüfungsbefehle

GR,Lit

- erzähle - erkläre - Nenne ... - bestimme - paraphrasiere - ergänze - ersetze - zitiere - Warum? Begründe

Tipp: Schreibe eine Liste mit den gängigen Textprüfungsbefehlen! Wichtig: Voraussetzungen stehen im Begleitheft 7-9, die Begriffe

Argumentieren

Lit, S, L Kurz-Definition: Ansammlung von Beispielen für oder gegen einen Diskussionspunkt und dessen Begründung. Umfeld: 1. Um was geht es? Welche Situation? 2. Argumente sammeln ( z.B. 7-W-Fragen ) 3. Aufbau des gesamten Textes: - Einleitung ( zum Thema führen ) - Hauptteil ( Leitgedanken, Pro-Contra) Schluss ( Zsfsg. der Argumentation, Urteil, Ergebnisse) Beispiele: Leserbrief, Diskussion, Pro-Contra-Text, Streitgespräch, Kommentar

  • Dreischritt: 1. Meinung/ Behauptung, 2. Argumente, 3. Beispiele

Siehe: Sprachliche Grundhaltungen, Leserbrief, Sachtexte, Zeitungsartikel, Aufsatz


Attribut

Gr, SG, Lit: Beifügung, gut für Texte

- Jedes Satzglied kann ein oder mehrere Attribute haben. - Ergänzungen, die weggelassen werden können ohne die Satzstruktur zu verändern.

Bsp.: * Die Freundlichkeit (AO) des Gangsters (Attr.) beeindruckte (Präd.) uns (Subj.).

  • Durch die (POA) deutsche (Attr.) Sprache lernt (Präd.) der neue (Attr.) Schüler (Subj.) die Freude (AO) der Schule (Attr.) kennen (Präd.).

Autoren & ihre Werke

- Lit

  1. Berthold Brecht : Herr K`s Lieblingstier, Wenn Haifische Menschen wären
  2. Wolfgang Borchert : Das Brot, Die drei dunkeln Könige, Das Holz für Morgen, Nachts schlafen Ratten doch
  3. Friedrich Dürrenmatt: Der Besuch der alten Dame, Der Tunnel
  4. Ernest Hemingway: Alter Mann an der Brücke, Wenn die Stunde schlägt, Der alte Mann und das Meer
  5. Erich Kästner: Die Schildbürger, Pünktchen und Anton, Der gordische Knoten
  6. Franz Kafka: Eine kaiserliche Botschaft, Auf der Galerie, Der Heizer, Die Verwandlung
  7. Roald Dahl: Die Wirtin, Der krumme Hund, Mathilda
  8. Marie Luise Kaschnitz: Würde der Armen, Ein Mensch, Wettbewerb
  9. Josef Reding: Silber, Speer und Roter Reiher, Nennt mich nicht Nigger
  10. Georg Orwell: Die Farm der Tiere
  11. Gottfried Keller: Kleider machen Leute, Fähnlein der sieben Aufrechten
  12. Adalbert Stifter: Die Sonnenfinsternis am 8.Juli 1842
  13. Luise Rinser: Die rote Katze, Die gläsernen Ringe
  14. Max Frisch: Andorra

ich empfehle euch eine Liste mit den Autoren und den Werken, die ihr gelesen habt, zu schreiben, evtl. die Textsorte und Vergleichstexte. Ihr habt damit Zugriff auf die bereits gelesenen Texte und könnt mit diesen argumentieren, vergleichen, vernetzen. Autor Werk Textsorte Lese-/Bearbeitungsart Vergleichstexte/Fragen Josef Reding Erzählung in der Klasse Märchen </nowiki>

Aufsatz

- Text schreiben, Lit

InhaltAufbauFormStil
Gewichtung: verschiedene Aspekte des Themas- Nur eines im Vordergrund

Probleme aufgezeigt, erarbeitet - Kopie, Probleme angesprochen – nur aufgezählt, nicht erörtert Einen Aspekt vertieft – alles nur angesprochen, oberflächlich Entwicklung/Aufbau – Aufzählung, Aneinanderreihung Eigene Ideen/Lebenswelten ausgedrückt – nur Ideen übernommen Persönliches (eigenes) eingebracht – Klischees kopiert -> am Titel vorbei Von den Vorlagen abgesetzt Eigenständigkeit, Anschaulichkeit, Logik, sachliche Richtigkeit Abgestützte/textbezogene Argumentation – freies Argumentieren Beide Seiten einbezogen – nur auf eine eingegangen Argumentiert und appelliert

Gliederung in sinnvolle Abschnitte

Aufbauend geschrieben sind (Unvertauschbarkeit) Einleuchtende Reihenfolge Zusammenhang – zufällige Auswahl Spannung gegeben – langweilige Aneinanderreihung Folgerichtigkeit der Darlegung (wenn-dann) Kohärenz –Vorhandensein von Beziehungen innerhalb eines Textes

Orthographie

Interpunktion

Satzbau, Semantik/Grammatik
Textsorte:

- Ind.- Konj.(fiktional – Nonfiktional) - Anrede Du – man - Ueberzeugend/appellierend – informativ, nüchtern, neutral - Textintention klar – unklar, wechselnd - Sprachliche Mittel: ausgeschöpft, genutzt, ignoriert - Umfang (gedankliche Leistung pro Zeit)

verwendete Sprache: Adjektive

Stilmittel eingesetzt

Skala linear: 20=6 18=5.5 16=5

Verbesserungsmöglichkeiten: - sich notieren in welchen der 4 Kategorien man am meisten Erfolg haben könnte mit einer Steigerung - Analyse der alten Aufsätze, Texte - Sich eigene Texte korrigieren lassen - "Fehlerliste" (nur richtige Formen!) erstellen und mit diesen üben

Korrekturzeichen: I = Interpunktion, St=Stil, A=Ausdruck, Gr=Grammatik, ?=Inhalt, Satz=Satzbau, Satzlogik, _/ = Abschnitt, w = Wiederholung

verwandte Gebiete: Brainstorming, #Disposition, Textkohärenz

Antithese

siehe auch: These, Hypothese

gr. Gegensatz, Entgegenstellung von Begriffen und Gedanken.

  • z.B. Heiß geliebt und kalt getrunken. "Es ist sehr schön hier oben und ich komme gleich herunter" (Horvath, Wienerwald)

Schwierig: Im Zusammenhang der dialektischen Erörterung bedeutet Antithese die Behauptung, die sich kontrovers auf eine vorliegende These bezieht und das Gegenteil vertritt.

Ballade

von ital. ballata, Tanzlied. Die Ballade hat sich im 18. Jahrhundert in Deutschland eingebürgert als Gedicht, das lyrische Elemente (Grundstimmung/ gebundene Form) mit epischen Stoffen und dramatischem Aufbau vereinigt und in gebundener knapper Form eine Begebenheit erzählt. Man unterscheidet die Volksballaden, die einen unbekannten Verfasser haben, von den Kunstballaden, die von bekannten Dichtern geschaffen werden. Als erste Kunstballade gilt August Bürgers Lenore (1773).

Bericht

"Der Bericht ist der Bruder der Nachricht, aber größer und auch schon ein wenig reifer" (La Roche S.129). Er ist eine tatsachenbezogene, um Objektivität bemühte Darstellungsform, die möglichst gründlich und meist länger als 20 Zeilen oder eine Minute über ein Ereignis oder Thema informiert. Im Unterschied zur Nachricht erhellt der Bericht auch die Zusammenhänge, Hintergründe und die Vorgeschichte des Ereignisses. Beim Korrespondentenbericht ist der Journalist als Augenzeuge zugleich Quelle der Information. Was persönliche Ansicht ist, sollte deutlich zu erkennen sein. Im Hörfunk bezeichnet man den abgelesenen längeren Text (außer der Nachricht und der Verkehrsdurchsage) als Bericht. Enthält er Originaltöne, heißt er "O-Ton-Bericht".

Bildbeschreibung

- Lit, S

- typisches Aufsatz/Schreibthema in der Primar/zu Beginn der Oberstufe

- beschreiben: Vordergrund, Mittelgrund, Hintergrund, vorne links, hinten rechts, mitte links, vom Wichtigen zum Unwichtigen.

- vom Grossen ins Kleine, vom Objektiven ins Subjektive

- interpretieren: Was vermute ich, was finde ich?

Buchstaben - Silben - Laute

- Vokale: a, e, i o, u, ä, ü, ö, y (Halbvokal) - Konsonanten: d, f, q, z, etc. - Diphthong: au, eu, äu, tz, st, ck, ie Zwischenlaut - Diphtongierung: Wechsel von u zu au Bsp. hus - Haus - Doppelkonsonant: ss, mm, nn etc. ("verkürzen" den Vokal vorher)

Weitere Begriffe : Dehnung, ...

Boulevard

Boulevardzeitung: Straßenverkaufszeitung Ursprünglich sagt Boulevard lediglich etwas über den Vertriebsweg von Zeitungen aus. Im Unterschied zu den meisten Tageszeitungen werden Boulevardzeitungen ausschließlich auf der Straße, am Kiosk verkauft, weshalb sie auch anders als die Abonnementzeitschriften aufgemacht sind: mit Großbuchstaben, vielen Bildern und Überschriften, die nach Aufmerksamkeit heischen. Die erste Boulevardzeitung war die 1904 von Ullstein gegründete BZ am Mittag. Im übertragenen Sinn bezeichnet man als Boulevardblätter oder -sendungen die Medien, deren Stil und Inhalte auf der Straße, beim ‚gemeinen Volke' ankommen: sensationelle Nachrichten, Sex, Crimes und VIP-Klatsch.

Dialektische Methode

Methode der kontroversen Argumentation, die meist auf den Idealisten G.W.F. Hegel zurückgeführt wird. Sie ist dreistufig, triadisch, aufgebaut: These (Pro) - Antithese (Kontra) - Synthese: Schluss, der Pro und Kontra vermittelt, indem er den Widerspruch auflöst und die entgegengesetzten Thesen in einer "höheren Wahrheit" aufhebt.

Disposition

Lit, S Aufbaubeschreibung , die die Gliederung eines Textes (Inhaltsgewichtung usw.) wiedergibt. Der Autor kann sie machen bevor er schreibt, um seinem Aufbau eine klare strukturelle Gewichtung zu geben. Auch wird immer eine minimale Disposition im Kopf gebildet. Siehe: #Aufsatz

Drama

gr.: Handlung, Geschehen: Eine der drei natürlichen Grundformen der Dichtung, die in spannungsgeladenen Dialogen und Monologen Welt entfaltet, indem sie eine geschlossene Handlung in Szenen und Akten darstellt. Die früheste Form des Dramas ist die attische Tragödie, die späteste das epische Theater. Während Aristoteles nur zwei Formen des Dramas, Tragödie und Tragödie unterschied, wurden im Laufe der Geschichte je nach Stoff, Handlungsablauf und Darstellungsweise weitere Differenzierungen vollzogen: "Figurendrama", "historisches Drama" "Bürgerliches Trauerspiel", "episches Theater" etc. Bei Theater untauglichen Stücken spricht man von Lesedrama.

Epik

breites Erzählen (in Prosa =/= Poesie)

von gr. Epos = Erzählung, Wort, Vers abgeleitete Bezeichnung für erzählende Dichtung mit objektivierender/ distanzierender Grundhaltung des Erzählenden zur erzählten Begebenheit. Als eine der drei natürlichen Grundformen der Dichtung (neben Drama und Lyrik) ist die epische Dichtung dadurch gekennzeichnet, dass sie in Prosa oder Versform vergangene/ abgeschlossene Ereignisse und Begebenheiten der inneren oder äußeren Welt vom Standpunkt eines Erzählers wiedergibt.

Erörterung

Erörterung: In unserem Zusammenhang ein gegliederter Aufsatz, der sich argumentativ mit einem Problem oder einem strittigen Sachverhalt auseinandersetzt. Ist ein Text Ausgangspunkt der Problementfaltung, dann spricht man von einer textgestützten Erörterung, sonst von einer freien Problemerörterung. Man unterscheidet zwei Grundtypen der Erörterung: 1. die steigernde oder lineare, die ein Problem oder Sachverhalt Schritt für Schritt zuspitzt, so dass das wichtigste Argument zuletzt kommt. 2. die dialektische Erörterung, die das Pro und Kontra, die kontroversen Ansichten zu einem Problem oder Sachverhalt entfaltet und These und Antithese am Schluss in einer Synthese vermittelt.

Euphemismus

Beschönigender Ausdruck, der eine unangenehme, gefährliche oder anstößige Sache umschreibend verhüllt. Z.B. statt sterben: ableben, entschlafen oder verscheiden; statt Völkermord: ethnische Säuberung.

Eye-catcher

Nicht Augenweide, sondern Blickfang. Von den Printmedien gezielt eingesetzte großformatige Bilder und fettgedruckte Schlagzeilen, die Aufmerksamkeit erheischen sollen.

Elegie

In der Antike bezeichnete man alle Gedichte, die aus Distichen (= aus je einem Hexameter und einem Pentameter bestehende Verspaare) bestehen, als Elegie. Im Besonderen versteht man darunter das Klagegedicht, den Ausdruck der Trauer über Verlust, Tod, Trennung, Zerrissenheit des Daseins - kurz, der Vergänglichkeit und Hinfälligkeit alles Irdischen aus der Perspektive des Absoluten. Höhepunkt der elegischen Dichtung in Deutschland ist Hölderlin, Rilke hat ihm mit seinen Duineser Elegien ein modernes Pendant geschaffen.

Ellipse

von gr. Auslassung: Eine der Unmittelbarkeit des Ausdrucks dienende rhetorische Figur, bei der Satzglieder ausgelassen werden, ohne den Sinnzusammenhang zu zerstören.


Epik

von gr. Epos = Erzählung, Wort, Vers abgeleitete Bezeichnung für erzählende Dichtung mit objektivierender/ distanzierender Grundhaltung des Erzählenden zur erzählten Begebenheit. Als eine der drei natürlichen Grundformen der Dichtung (neben Drama und Lyrik) ist die epische Dichtung dadurch gekennzeichnet, dass sie in Prosa oder Versform vergangene/ abgeschlossene Ereignisse und Begebenheiten der inneren oder äußeren Welt vom Standpunkt eines Erzählers wiedergibt. Nach Goethe (Noten und Abhandlungen zum besseren Verständnis des West-östlichen Divans, 1819) behauptet die Epik als die ‚klar erzählende' die Mitte zwischen den anderen beiden ‚Naturformen der Poesie': der ‚enthusiastisch aufgeregten' Lyrik und der ‚persönlich handelnden' Dramatik (vgl. Best S. 150 ).

Episches Theater

allgemein: Bezeichnung für Dramen mit epischen Momenten, z.B. mit deutenden Chorpartien oder distanzierenden Darstellungseinlagen, die die Illusion der Handlung durchbrechen. Im Besonderen: die Theatertheorie und -praxis Bert Brechts, die sich in Absetzung von der traditionellen, "aristotelischen" Dramaturgie bestimmt. 1. sollen Schauspieler und Zuschauer Abstand zu den dargestellten Figuren/ der Handlung haben und sich nicht emotional mit ihnen identifizieren, 2. sie als Schein und Spiel durchschauen und auf mögliche /nötige Alternativen zum Dargestellten reflektieren. Um die Zuschauer zu distanziert-kritischen Beurteilern, statt zu Mitleidern der Handlung zu machen, setzt Brecht auf systematische "Verfremdungseffekte", die die Illusion zerstören.


Erörterung

Erörterung: In schulischem Zusammenhang ein gegliederter Aufsatz, der sich argumentativ mit einem Problem oder einem strittigen Sachverhalt auseinandersetzt. Ist ein Text Ausgangspunkt der Problementfaltung, dann spricht man von einer textgestützten Erörterung, sonst von einer freien Problemerörterung. Man unterscheidet zwei Grundtypen der Erörterung: 1. die steigernde oder lineare, die ein Problem oder Sachverhalt Schritt für Schritt zuspitzt, so dass das wichtigste Argument zuletzt kommt. 2. die dialektische Erörterung, die das Pro und Kontra, die kontroversen Ansichten zu einem Problem oder Sachverhalt entfaltet und These und Antithese am Schluss in einer Synthese vermittelt.


Erzähler-Standort

Der Erzählerstandort kann sich außerhalb oder innerhalb des erzählten Geschehens befinden; außerhalb= Außenperspektive; innerhalb=Innenperspektive; häufig vermischen sich beide Perspektiven in einem Text oder wechseln einander ab (fluktuieren). Der Erzähler kann das Geschehen in einem bestimmten räumlichen und zeitlichen Abstand darbieten. In der Nahperspektive befindet sich der Erzähler in geringem Abstand zu Geschehen und Figuren, in der Fernperspektive in großem Abstand. Wenn der Erzähler einen personalen Standort einnimmt, wird das Geschehen in den Darbietungsformen erlebte Rede oder innerem Monolog erzählt.


Fabel

(lat. fabula = Erzählung) allgemein: Plot, Stoff und Grundplan einer Dichtung. Im besonderen eine literarische Gattung kurzer lehrhafter Dichtung in Versen oder Prosa, die seit Äsop der Belehrung dient. Die Akteure der Fabel im engeren Sinn sind Tiere, Pflanzen oder unbelebte Naturdinge, die so handeln und sprechen wie Menschen (Anthropomorphisierung). Die Figuren der Fabel sind Typen, keine Individuen, ihre Erzählweise ist antirealistisch: Sie ist nicht auf Täuschung und Illusion angelegt, sondern auf satirischen Witz oder Belehrung. Das "fabula docet" ist mal explizit, mal implizit in der Fabel enthalten.

Feature

oft ein Sammelbegriff für alle großen Formate, also umfassende Berichte, Reportagen und Dokumentationen. Als Feature (von engl. Gesichtszug, typische Eigenschaft) wurde ursprünglich die mit Musikeinspielungen und anderen akustischen Einlagen aufgelockerte journalistisch-künstlerische Radiosendung bezeichnet, die sich durch ihre Attraktivität von den gewöhnlichen Radiovorträgen unterschied. Im engeren Sinne ist ein Feature eine umfangreiche und illustrierende Analyse eines nicht unbedingt (wie bei der Reportage) aktuellen Themas, z.B. Bedeutung und Herkunft der Eier beim Osterfest. Charakteristisch für es ist "der ständige Wechsel zwischen Anschauung und Abstraktion, zwischen Schilderung und Schlussfolgerung"

Fiktionale und nicht-fiktionale Texte

- Lit

Nicht fiktional: wollen etwas darstellen was wirklich (geschehen) ist oder sie beschreiben wie etwas ist oder sie beschreiben wie etwas geschehen ist: Sachtexte, Protokoll, Lexikon, Rezepte, Gebrauchsanweisung, Inserat, Gesetzestexte, Lehrtext

Fiktional: erfundene Texte nicht Wahrheitsgetreu sie sind ganz ( Märchen Sagen Fabeln) oder teilweise (Kriminalromane) erfunden Epik, Lyrik, Dramatik, Märchen, Fabeln, Sagen, Krimis, Science-fiction etc..

Siehe: Textgattungen

Flugblatt

eine meist einseitige "Drucksache, die in knapper eindringlicher Argumentation in Bild und/oder Sprache eine Nachricht oder Botschaft übermittelt. Die Grenzen zum Maueranschlag oder Plakat sind ... fließend. Entscheidend ist das aperiodische Erscheinen und eine nichtgewerbliche Vertriebsform, die in der Regel auf persönlicher Weitergabe beruht" (Klaus Kirchner.Flugblätter. München 1974 S. 9).


Glosse

eine Spielart des Kommentars, die literarisches Talent, Witz und den "bösen Blick" voraussetzt, denn sie ironisiert, verspottet, tadelt oder entlarvt ihren Gegenstand. "Die Glosse ist der gut beobachtete Augenblick zwischen zwei Wimpernschlägen. ... Das heißt: Die Glosse sieht einem einzigen Schritt an, ob derjenige, der ihn tut, den aufrechten Gang pflegt oder ein Kriecher ist; die Glosse erschnüffelt aus einem Rülpserchen die Schlemmereien einer ganzen Woche" (La Roche/ Buchholz S.169f.). Berühmt ist die SZ für ihre tägliche Glosse auf der ersten Seite, das Streiflicht.

Grundwort - Ergänzungswort

Lit, WS

- meistens zweites Wort im zusammengesetzten Nomen. Bsp.: Speisewagen : Grundwort (Basiswort): Wagen - Vierwaldstädterseedamfschifffahrtsgesellschaftskapitänsfellhaarmütze (Ischi live!)

Herkunft/Etymologie

Herkunft "Tafel"

Tafel: Esstisch, tafeln, vorbereiteter Esstisch, früher für vornehme Leute; "Tafel heben" ? Das Essen beenden.

lat.: Tabula mitteldeutsch: Tavula altdeutsch: Tavel heute: Tafel Lautverschiebung Tafelrunde: Um einen Tisch sitzende Personen Die Ritter der Tafelrunde (Arthus-Sagen, Monty Python)

Herkunft "Tisch" Tisch: alle Formen von Tisch, früher für Volk Tisch in anderen Sprachen: - desk - dish (Geschirr) - disc (CD, Scheibe) - table (Tafel!) - disk (schwedisch)

Hymne

von griechisch Festgesang, bezeichnet ursprünglich einen kultisch verankerten Weihe- oder Preisgesang zu Ehren eines Gottes. Seit dem Barock und insbesondere inspiriert von Klopstocks enthusiastischer Dichtung in freien Rhythmen (z. B. Dem Allgegenwärtigen) öffnete sich die Hymne auch dem subjektiven religiösen Gefühl und anderen Themen, die eine erhabene Behandlung vertrugen: Freundschaft, Freiheit, Vaterland etc. Kennzeichen der Hymnen sind eine gehobene Sprache, erhabene Stoffe, freie Rhythmen und metrische Ungebundenheit.

Hyperbel

gr. Darüberhinauswerfen. Rhetorisches Stilmittel der positiven oder negativen Übertreibung, das z.B. dazu dient, intensiven Gefühlen Ausdruck zu verleihen, oder etwas durch den übersteigerten Ausdruck ins Absurde, Unglaubwürdige zu wenden.

Interpretieren

Lit Man kann ein Text oder ein Gedicht interpretieren. D.h. ein Gedicht so erzählen, wie man es versteht, seine eigene Meinung dazu sagen. Erklären was der Autor mit diesem Gedicht sagen will, was seine Überlegungen waren, als er das Gedicht schrieb. Gehe dabei immer vom Text aus, gehe von dem was für alle sichtbar ist zu dem, was du findest, zu deiner eigenen Meinung

Interview

Lit, Schreiben, Ko, TS

Vorgehen

- Wen interviewe ich? - Was will ich wissen? - Wie frage ich? - Womit arbeite ich? - Wie werte ich das Interview aus?

Interviewtypen

- Strukturiertes Interview - Halbstrukturiertes Interview - Offenes Interview

Typen von Fragestellungen

- Die Frage nach den Tatsachen - Die Frage nach den Ursachen - Die Frage nach der Beurteilung - Die Entscheidungsfrage - Die Suggestivfrage

Interview Def.

unverzichtbare Methode der journalistischen Recherche, deren Ergebnis zu einer Nachricht werden, in eine Reportage, einen Kommentar, eine Dokumentation, einen Bericht oder ein Feature einfließen kann. Neben dem Interview als Grundhandwerkszeug und Vorarbeit der journalistischen Recherche gibt es das Interview als eigenständige journalistische Darstellungsform. Dies wird nach La Roche (S.143) in drei Arten unterteilt: Das Interview zur Sache, das Informationen über Fakten vermitteln will, das Meinungsinterview, das eine (meist prominente) Person nach ihrem Urteil über ein Ereignis oder einen Sachverhalt befragt, und das Interview zur Person, das einen Menschen durch seine Antworten skizzieren will. Exemplarisch und inzwischen legendär für letzteres ist Günter Gaus’ Reihe Zur Person.

Inversion

Veränderung der gewohnten Folge von Satzgliedern, um bestimmte Worte zu betonen. Unendlich ist die jugendliche Trauer.



Kalendergeschichte

Geschichte, die zum Abdruck in Kalendern bestimmt war/ist; volkstümlich-unterhaltsam; oft derb-schwankhaft; häufig belehrende, später didaktische Funktion; seit Erfindung des Buchdrucks (erster gedruckter Kalender 1455) werden in die Kalender zusehends belehrende Aufsätze, Rezepte, Legenden, Erzählungen, Satiren usw. übernommen, die daher zu den beliebtesten Lesestoffen niederer Volksschichten gehörten; Beispiele für Kalender, in denen derartige Geschichten erschienen sind: Grimmelshausen, Ewigwährender Kalender (1670); J. P. Hebel, Schatzkästlein des Rheinischen Hausfreundes (= bad. literarischer Kalender, 1811); Bertolt Brecht, Kalendergeschichten (1949)

Kernsatz/Hauptsatz

normaler Satz, SPOA-Satz) Gr, SG

- Satz mit der Personalform des Verbs in Zweitstellung. Bsp.: Der Vater schläft auf der Couch.


Klangprobe

Gr, SG,SA - Lit, Stil

Anwendung

- Gliederung in Sinnschritten - Erproben verschiedener Bedeutungsmöglichkeiten

Hilfreich für

- um das eigene Verständnis für andere, nachvollziehbar zu machen. - um das Verständnis eines Satzes oder eines Textteils zu klären. - um die richtige Schreibweise ( bei Zusammen - oder Getrenntschreibung) zu überprüfen.

- Bsp. A: Der Reklamesatz ist nur sinnvoll, wenn die Betonung auf nichts fällt: Nur nichts kaufen ist billiger.

Siehe: Proben


Kreatives Lesen

Lesehaltung, die auf den selbsttätigen, produktiven, phantasievollen Umgang mit einem Text zielt; Text Ausgangspunkt weiterer Bearbeitungen im Rahmen der produktiven Textarbeit oder der szenischen Interpretation - vgl. Lesen, Lesehaltungen. Z.B. Umsetzung in eine andere Textsorte, Comicsherstellung

Kritisches Lesen

Lesehaltung, die zu einer kritischen Auseinandersetzung mit einem Text führt, die auf ein differenziertes Urteil hinauslaufen soll; Voraussetzung: distanzierte Haltung, sachlich nüchterne Haltung- vgl. Lesen, Lesehaltungen,

Kohärenz

lat. cohaerentia = Zusammenhang; in der Textlinguistik: inhaltlicher und außersprachlicher Bezug (Texttiefenstruktur) von Sätzen, die als Text verstanden werden; Text als komplex strukturierte, sowohl thematisch als auch konzeptuell zusammenhängende Einheit; Textverstehen als Erschließen der jeweiligen Tiefenstruktur des Textes (Sinngebung)

Kommunikation

Lit, Ko
- Wissensaustausch geht nicht ohne Kommunikation.
- Es ist nicht nur die Sprache damit gemeint, denn Komm. kann auch übers Internet oder einen einfachen Brief geschehen.
- Kommuniqué = einander mitteilen
- "Man kann nicht nicht kommunizieren"
- Sender- und Empfängermodell

Minimalkonsens ist, dass es zur Kommunikation mindestens einen Sender, einen Empfänger und so etwas wie eine Botschaft braucht. Aber es gibt mindestens 160 Definitionen dieses Begriffs (siehe Maletzke S. 37). D.h. grundsätzlich muss jeder, der darüber reden will, genau sagen, was er darunter versteht, sonst wird er missverstanden und es gibt womöglich Kommunikationsprobleme. Aus dieser Tatsache sei eine Definition von Kommunikation abgeleitet: Kommunikation ist jegliche (ob verbale oder nonverbale, durch Gesten, Bilder, Zeichen, Mimik) Äußerung von Menschen, die von anderen Menschen missverstanden oder verstanden werden kann. Diese interpersonal auf das (Miss-)Verstehen von Botschaften ausgerichtete Definition schließt all die Beziehungen zwischen Menschen und anderen Wesen (z.B. zwischen Mensch und Maschine oder zwischen Tieren) aus, die manchmal auch unter den Begriff "Kommunikation" gefasst werden.

Kommentar

Vom Informationsteil getrennte Meinungsäusserung, die sich alles zum Gegenstand machen kann, was auch eine Nachricht wert ist. Dazu gehören der Leitartikel, die Glosse, Lokalspitze, Rezension, Kritik und die Kolumne. Kennzeichen aller Kommentare ist, dass sie andere zu etwas bringen wollen, sei es zum Nachdenken, zu einem bestimmten Urteil, Handeln oder Verhalten. Kommentare, die motivieren, indem sie unterschiedliche Meinungen analysieren und echte Überzeugungsarbeit leisten, nennt man Argumentations-Kommentare. Davon unterschieden sind die Geradeheraus-Kommentare, mehr oder weniger geschickte Überredungsstrategien, die einzig die Gesinnung des Kommentierenden präsentieren. Nur Anstoß sein zum Nachdenken und Innehalten will die dritte Form, der Einerseits-Andererseits-Kommentar: Er wägt verschiedene Positionen ab mit dem Fazit, was besser ist, steht (noch) in den Sternen. (vgl. La Roche S.152)

Kritik

ob Filmkritik, Theaterkritik oder Literaturkritik bzw. Rezension, "Kritik bedeutet: Aus Kenntnis beschreiben und urteilen" (Hooffacker/ Lock S.37). Zu einer guten Kritik gehören zum einen möglichst anschauliche und treffende Informationen über den Inhalt des Gelesenen oder Geschauten und den Autor bzw. die Darsteller. Zum anderen die Einordnung des Gelesenen/ Geschauten in das Werk des Autors und das Genre mitsamt einer fairen Beurteilung des Rezensenten.

Kurzgeschichte

kommt wie ihr Name Short story aus dem Angloamerikanischen und bezeichnet die kurze Erzählform in Prosa, die sich in Deutschland erst nach dem Zweiten Weltkrieg als eine eigenständige hochstehende literarische Form durchsetzen konnte. Die Kurzgeschichte ist kürzer als die Novelle, und legt im Unterschied zu ihr Alltagsthemen zugrunde, die sie zu ungewöhnlichen Situationen zuspitzt. Sie ist "ein Stück herausgerissenes Leben" (W.D. Schnurre), d.h. fragmentarisch und im Unterschied zur Novelle nicht auf das allgemein Bedeutsame/ Symbolische einer "unerhörten Begebenheit" konzentriert. Die offene Form, ein unvermittelter, nicht durch eine Einleitung versehener Beginn und pointiertes Ende, verschiedene Erzählperspektiven, Durchschnittsmenschen oder Außenseiter der Gesellschaft als Personal, Verzicht auf einen deutenden Horizont und die Konzentration mehr auf eine Situation als auf eine Handlung sind weitere Unterscheidungskriterien zur Novelle.


Lehnwort

Lit, WS

- Wort, das sich an ein Fremdwort lehnt -> eingedeutscht. Bsp.: Portmonee - siehe auch: Fremdwort


Leserbrief

Lit, TS, S

Definition: Ein Leserbrief ist ein Brief von einem Zeitungsleser für einen anderen Zeitungsleser. Dieser Brief wird durch die Zeitung/Zeitschrift abgedruckt. Meistens handelt es sich um Kritik an einem in der Zeitung abgedruckten Artikel. Manchmal versteht man darunter auch eine Information oder Appell ans Volk.

Aufbau: Einleitung: Bezug zum Thema nehmen

Mittelteil: Pro-Contra-Argumentation ( pseudo )

Schluss: Eigene Meinung oder Appell

Siehe: Sprachliche Grundhaltungen, Zeitungsartikel, Textsorten, Argumentieren


Literaturgeschichte

Lit Die Geschichte der Literatur, wann wurde was geschrieben, Stile, Epochen, ... - siehe auch: Literaturgeschichte

Literatur

Gesamtheit der schriftlich niedergelegten Äußerungen, im engeren Sinn die so genannte "Schöne Literatur" oder Belletristik, zu der sowohl fiktive Texte als auch Autobiographien, Memoiren, Tagebücher und Briefe gehören. Was zur "Schönen Literatur" gezählt wird, ist jeweils von Geschichte, Kultur und Gesellschaft abhängig. Allgemein verbindliche Kriterien, die ästhetische und formale Mindestanforderungen festsetzen, gibt es nicht.

Lyrik

von gr. lyra = Leier, ursprünglich von der Leier begleiteter Gesang, der sich durch Rhythmus, Metrum, Vers, Reim und Bildersprache auszeichnet. Die Lyrik (Poesie) gilt als Urform des Dichterischen und wurde - anders als das bereits in der Antike definierte Drama und Epos - erst ab der Mitte des 18. Jahrhunderts als eigene literarische Gattung systematisiert. Insbesondere im deutschen Sprachraum setzte sich ein verkürztes (Pindarische Hymnen, Lehrgedichte und politische Dichtung außer Acht lassendes) Verständnis der Lyrik durch. Bis zum 20. Jahrhundert gilt Lyrik hier als subjektive, gefühlsbestimmte Rede von Empfindungen und Stimmungen - als Dichtung also, die ganz der "Innerlichkeit" verschrieben ist, im Kontrast zur Welt, der Äußerlichkeit.

Märchen

kommt vom mittelhochdeutschen maere (Kunde, Bericht), bezeichnet aber eine der Realität und ihren kausalen Gesetzen enthobene kurze epische Form mit phantastisch wunderbarem Inhalt. Man unterscheidet die Volksmärchen, die nach langer mündlicher Überlieferung aufgezeichnet und gesammelt werden - z.B. Die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm - von den Kunstmärchen, die sich ganz dem künstlerischen Schaffen verdanken (E.T.A. Hoffmann, Clemens Brentano, Oscar Wilde). Typisch für Märchen sind 1. die Formeln zu Beginn und am Ende: Es war einmal 2. phantastische und stark typisierte Figuren, die meist streng in gut und böse, arm und reich, schön und hässlich geschieden sind 3. Die Handlung ist einsträngig, strikt auf die Helden ausgerichtet und oft in drei Teile gegliedert. 4. Motive wie Vertreibung/ Auszug, Missachtung der Helden, ausgleichende Gerechtigkeit, Sieg des Guten, Bestrafung oder die Selbstzerstörung des Bösen. 5.eine einfache, anschauliche, mit wiederkehrenden (Zauber- und Verwünschungs-) Formeln und Allgemeinplätzen bestückte Sprache, die mit schroffen Gegensätzen arbeitet.

Massenmedien

auch genannt: Massenkommunikationsmittel, sind Träger indirekter Aussagen an ein breites zerstreutes und anonym bleibendes Publikum. Generell zählen zu ihnen die Druckmedien (sowohl periodische als auch nicht periodische Druckerzeugnisse), Fernsehen, Hörfunk, Film, CD, Tonkasette und Video. Wenn Massenkommunikationsmittel strikt als "Ein-Weg-Medien" aufgefasst werden, in denen ein Sender mit Hilfe technischer Verbreiterungsmittel die gleiche Botschaft an viele Empfänger richtet, die selbst nicht wieder zu Sendern werden, dann gehören PC und Internet nicht zu Massenmedien. Aber das ist eine Sache der Definition und der Politik.

Medien

sämtliche Vermittlungsinstanzen von Botschaften, natürliche wie technische. Dazu gehören Körper und Körpersprache, Mimik und Gestik, gesprochene, geschriebene und gedruckte Sprache samt Druckerpresse, Farbe und Papier, Licht, Fotos, Bilder und Leinwand, Ton und Tonträger, Fernseher -und Hörfunk, Telefon, Internet samt allen technischen Hilfsmitteln zur Übertragung: Kabeln, Satelliten, digitalen Netzen, Kanälen und Bildschirmen.

Medienwahrnehumung

Lit, TS

auditiv (übers Gehör) - Radio - Internet - Gespräch - Interview - Werbung

visuell (über Sehen) - TV - Interview - Werbung - Zeitung - Internet - Buch - Text

olfaktorisch, taktil

- andere Sinneswahrnehmungen ausser auditiv und visuell. - Nenne die 5 Sinne! (was ist der 6. Sinn?) - Kombiniertes Aufnehmen: zum Videoclip tanzend essen oder so.

Metapher

Lit, Stil

  • Metapher = Form eines Vergleiches, klassisches Stilmittel
  • Metapher = ein Vergleich ohne zu vergleichen, ohne wie
  • Er ist ein Fels in der Brandung. - Metapher
  • Er ist wie ein Fels in der Brandung. - Vergleich

Siehe: Stilmittel, Personifizierung, Vergleich, Redewendung, Sprichwort

gr. Übertragung, Ersetzung des eigentlichen Ausdrucks durch einen Ausdruck aus einem anderen Sachbereich, der zum eigentlichen Ausdruck in einem Analogieverhältnis steht. Nach Quintilian ist die Metapher ein "verkürzter Vergleich". Sie dient der Veranschaulichung eines abstrakten oder komplexen Zusammenhangs durch ein intuitiv erfassbares Bild, das unmittelbar einleuchtet. z.B. das Haupt der Familie, Redefluss

Nachricht

"When a dog bites a man, that's not news, but when a man bites a dog, that's news". (zit. nach La Roche S. 64). Diese berühmte Man-bites-dog-Formel macht das ungewöhnliche Ereignis zur Quintessenz der Nachricht. Sie umfasst damit die sogenannten "hard-news", Informationen über aktuelle Ereignisse aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Natur, die wichtig und folgenschwer für die Allgemeinheit sind, und die "soft-news", Informationen mit Unterhaltungswert, die weder von allgemeinem Interesse noch folgenschwer sind: Kurioses und Klatsch aus aller Welt. Als journalistische Stilform bezeichnet die Nachricht eine möglichst verständliche, nach bestimmten Regeln (das Wichtigste zuerst) aufgebaute, um Objektivität bemühte Mitteilung eines aktuellen Sachverhalts.


Nacherzählung

In eigenen Worten (siehe paraphrasieren) erzählen, leicht kürzer, in derselben Zeit, mit direkter Rede (=/= Zusammenfassung) siehe auch: Textproduktion, Aufsatz

(nonverbale) Proposition

Stil, Gr, SA

- Es gibt Textstücke ohne verbale Teile, die dennoch selbständige Bauelemente sind. Man erkennt sie daran, dass sie sich nicht als Satzglieder in eine benachbarte Proposition einbauen lassen. Bsp.: Keine Regel ohne Ausnahme! Siehe Kommaregel 6

Propositionen Bedeutungstragende Satzteile Proposition geht (meistens) bis zu einem Satzzeichen Nummerierung: aufsteigend: 1,2,3,3a 4, 3b, 5 Einschübe (geregelt mit Kommaregel 2) das Haus, das dort steht, ist grün: 1.1a, 1.2, 1.1b Links: Nonverbale Proposition,Verbale Proposition Kommaregeln

Novelle

von italienisch novella die Neuigkeit, bezeichnet die straff und oft dramatisch komponierte, auf das Wesentliche/ Bedeutende konzentrierte, meist objektivierende Erzählung mittlerer Länge, die eine "sich ereignete unerhörte Begebenheit" (Goethe) zum Gegenstand hat. Merkmale zahlreicher Novellen sind: 1. der geradlinige, gedrängte Aufbau, 2. die Konzentration auf ein Geschehen, bzw. eine Handlung, die 3. oft dramatische Züge trägt und 4. einen Wendepunkt (Peripetie) hat. 5. weicht das erzählte Geschehen auffällig vom Alltäglichen ab, muss aber - im Unterschied zum Märchen - wahrscheinlich, also grundsätzlich möglich und glaubwürdig sein. 6. erhält der geschilderte Einzelfall allgemeine Bedeutsamkeit: Er sagt etwas über das Leben als Ganzes aus und weist über die Fiktion hinaus. 7. sind die meisten Novellen aus der Perspektive des allwissenden auktorialen Erzählers geschrieben. Ursprünglich waren Novellen eingebunden in eine Rahmenerzählung und Bestandteil eines Zyklus nach dem klassischen Vorbild von Boccaccios Decameron.

Ode

von gr. Gesang, Lied, allgemein die Lyrik, die "innerlich und äußerlich geprägt ist von Erhabenheit, Feierlichkeit, Würde, Gedankenschwung und Gefühlstiefe" (Best S. 371). Oden sind strophisch gegliedert, metrisch gebunden, meist ohne Reime und streng aufgebaut, z.B. triadisch: Strophe-Gegenstrophe-Nachstrophe. Höhepunkte der deutschen Odendichtung sind Klopstocks enthusiastische Oden und Hölderlins von tragischer Grundstimmung getragenen Oden.

Parabel

(gr. Nebeneinanderwerfen, Gleichnis) Eine meist auf anschauliche Belehrung abzielende kurze Erzählung, die eine allgemeine Erkenntnis (gemeinter Sachverhalt) durch einen analogen, aus einem anderen Vorstellungsfeld stammenden Vergleich (Bildebene) erhellt. Die Parabel unterscheidet sich vom Gleichnis, das mit "so wie" direkt auf den gemeinten Sachverhalt verweist, dadurch, dass bei ihr ein Vergleichspunkt zwischen Bild- und Sachebene genügt und die Leser den Analogieschluss selbst ziehen müssen. Im Unterschied zur Fabel verzichtet die Parabel auf Anthropomorphisierungen (sprechende Tieren etc.). Die Parabel dient als rhetorisches Stilmittel - klassisches Beispiel ist Menenius Agrippa - , zur religiösen (NT: Das Gleichnis vom verlorenen Sohn) und sittlichen Erziehung (Lessings Ringparabel) und zur Artikulation der modernen Befindlichkeit (Kafka Vor dem Gesetz).

Paraphrase

(paraphrasieren) Lit, Stil

- Jedes Wort in einem Satz wird durch ein anderes Wort, das den gleichen Sinn ergibt, ersetzt (Bsp.: Das Auto fährt ? der Wagen rollt).

Proben

Gr, Lit

- Umstellprobe: Satzglieder durch senkrechte Striche abtrennen, um sie zu verschieben, ohne den Sinn zu ändern. - Frageprobe: Wen, wessen, wem tut das Subjekt ? Objekte (z.B.: mit dem Fahrrad ? mit wem?) - Präpositionentest: Präpositionalobj. steht zu Beginn eines Satzgliedes (z.B.: mit dem Fahrrad) - verbale Wortkette: Das Subjekt fällt raus (Andrea geht in die Schule. Wer geht in die Schule?) - Was tut das Subj.: Prädikat / verbale Teile. Was ist Subj.? = Prädikativ - Weglassprobe: Kann x weggelassen werden? ? Attribut (z.B. das neue Fahrrad)

Personifikation

Ausstattung nichtlebender Wesen mit Eigenschaften oder Handlungsweisen, die sonst nur Lebewesen zukommen. z.B. Mutter Natur, die Sonne lacht, der Berg ruft, blinder Zufall

Prosa

nicht Poesie, normaler Text ohne Reim, z.B. Zeitungsartikel

Protokoll

Lit, Ts

Merkmale

- schriftlicher Bericht über ein Gespräch - sachlich, präzis - keine pers. Stellungnahme - Wesentliches - Präsens

Vorgehen

- Während des Gespräches Stichworte und wichtige Aussagen festhalten, die Namen der Sprechenden evtl. abgekürzt festhalten.

(gr. protos=der erste; kolla=der Leim) bezeichnete im Griechischen das einer amtlichen Papyrusrolle vorgeleimte Blatt mit Angaben über Entstehung, Verfasser und Inhalt der Schriftrolle. Noch heute versteht man darunter ein Zeugnis/ Dokument, das schriftlich festhält, haltbar und verbindlich macht, was bei einer Sitzung, Versammlung oder Diskussion von wem besprochen und beschlossen wurde. Je nach Anlass, Zweck und Adressatenkreis werden entweder wörtliche Protokolle angefertigt, die die Redebeiträge im Wortlaut wiedergeben, oder zusammenfassende Protokolle. Letztere geben die wichtigsten Beiträge komprimiert wieder und dokumentieren entweder den Ablauf einer Veranstaltung (Verlaufsprotokolle) oder nur die Ergebnisse und Beschlüsse (Ergebnisprotokolle).

Rede

mündlicher Vortrag aus einem bestimmten Anlass, der das Publikum durch Überzeugung/ Überredung zu etwas bewegen will: zur Meinungsänderung, Gesinnungsänderung oder zum Tun oder Unterlassen einer Handlung. Traditionell unterscheidet man vier Gattungen der Rede:1. die anklagende oder verteidigende Gerichtsrede (genus iudicale), 2. die beratende oder ermahnende politische Rede (genus deliberativum) 3. die lobende oder tadelnde sogenannte Prunk- oder Festrede (genus demonstrativum), 4. die bekehrende Predigt (genus praedicandi). Die klassische Rhetorik unterscheidet fünf Produktionsstadien der Rede: 1. Inventio, Themenfindung, Sammlung und Sichtung des Materials, 2. Dispositio, Gliederung, 3. Elocutio, sprachlich-stilistische Ausarbeitung, 4. Memoria, Einprägen der Rede mit bildlichen Vorstellungshilfen, 5. Actio, Vortrag der Rede, begleitet von Mimik und Gestik.


Referat

mündliche oder schriftliche Darstellung eines bestimmten Sachgebiets, das vor allem be- und unterrichten und belehren will. Wie die Rede sollte das Referat - jeweils abgestimmt auf das Publikum - verständlich, anschaulich und gut nachvollziehbar sein, und es kann, um Aufmerksamkeit zu gewinnen, auch rhetorische Mittel einsetzen. Aber diese sollten allein im Namen der zu vermittelnden Sache eingesetzt werden, nicht wie bei der Rede, um das Publikum zu etwas zu bewegen.


Reime und Gedichte

Lit, TS, Stil

Reimarten

Paarreim (aabb) - Binnenreim - Kreuzreim (abab) - Stabreim - umarmender Reim (abba) - Elfchen (Gedicht aus 11 Wörtern) - Limerick (aabba)

Gedichtarten -Liebesgedichte: Dû bist mîn, ich bin dîn - Balladen: Herr von Ribbeck im Havelland, Brück am Tay, John Maynard (Theodor Fontane)

               Zauberlehrling, Erlkönig (Johann Wolfgang von Goethe)
               Glocke, Handschuh, Tauscher, Bürgschaft (Friedrich Schiller)
               Füsse im Feuer (C.F. Meyer) , Knabe im Moor (A. Droste-Hülshoff)

- Tiergedichte: Der Panther - Jahreszeitgedichte: Herbst (Rainer Maria Rilke) - Sterbensgedicht: Der Tod (Matthias Claudius)


Reimschema: Anordnung der Reime

- Paarreim ? aabb - Kreuzreim ? abab - Umarmender Reim ? abba - Moderne Gedichte ? sie haben oft weder Versmass* noch Reim

  • Versmass: regelmässiger Rhythmus, der durch ein Gedicht führt

Siehe: Begleitheft 7-9, S. 12, 13 und Gedichtarten, Textgattungen, Prosa, Poesie, sprachliche Mittel

Rhetorik

gr: die Redekunst ist die Theorie und Praxis der wirkungsmächtigen Beredsamkeit, bei der es mindestens so entscheidend ist, wie man etwas sagt, wie was man sagt. Jede nähere Definition der Rhetorik hängt davon ab, was die Definierenden von ihr halten: Ob Rhetorik überhaupt eine wirkliche Kunst ist, wie Gorgias meint, oder bloß Schmeichelei und Manipulation (Platon), ob Rhetorik nur die Kunst der auf Wirkung bedachten mündliche Rede ist (Aristoteles), oder insgesamt die "Königin aller Künste und Wissenschaften" (Quintilian), ob die kunstvolle Rede darauf abzielt, andere zu überreden und zu überwältigen (Gorgias), oder sie durch Plausibles zu überzeugen (Aristoteles).

Rhetorische Figuren

standardisierte Stilfiguren, die von der 'normalen' Sprache abweichen und dazu dienen, Aufmerksamkeit zu erzeugen, etwas zu intensivieren, zu veranschaulichen oder auszuschmücken. Dazu gehören 1. Redefiguren wie Alliteration und Inversion, die eine Äußerung auf Satzebene wirkungsvoll verändern, 2. Tropen, die mit einer effektvollen Veränderung auf der Wortebene spielen, wie Metapher oder Euphemismus, und 3. Gedankenfiguren wie die Personifikation oder die rhetorische Frage. Aus der Redekunst und Dichtung hervorgegangen, haben sich zahlreiche rhetorische Figuren auch in der Alltagssprache und Werbung etabliert. Sie spielen überall da eine Rolle, wo es genauso darauf ankommt, wie einer etwas sagt, wie was er sagt.


Rhetorische Frage

eine "unechte" Frage, die nicht auf eine Antwort zielt, sondern eine Aussage affektiv stärken, etwas behaupten oder zu etwas auffordern will. Wer glaubt denn noch an den an den Osterhasen?

Sprachliches Zeichen

Zeichen als eine Einheit von Ausdruck (Lautung) und Inhalt (Bedeutung); nach SAUSSURE Einheit von Signifiant (Signifikant) und Signifié (Signifikat); Verbindung zwischen Ausdruck und Inhalt ist arbiträr (=willkürlich, an sich beliebig), ist aber durch Konvention (Übereinkunft) in jeder Einzelsprache festgelegt. Was der Sprecher in der außersprachlichen Wirklichkeit meint (außersprachlicher Bezugspunkt auf den das Zeichen verweist) nennt man Denotat.

Sprechgestaltende Interpretation

textproduktives Verfahren zur Interpretation, das auf dem bewussten Einsetzen des Sprechausdrucks beruht, z.B. Tonhöhe, Tonhöhenverlauf, Klangfarbe, Klangfülle - Lautstärke, Lautstärkenwechsel, Betonungsstärke, Betonungsart - Sprechtempo, Geschwindigkeitswechsel, Pausenanzahl, Pausenlänge, Pausenart, - Lautart, Deutlichkeit, Lautungsstufe (z.B. Standardsprache, Dialekt, Soziolekt)

Statement

Erklärung, Feststellung, meist als Ausschnitt aus einem Interview. Ein Statement ist die authentische Aussage einer öffentlich relevanten Person, die damit selbst wieder zur Quelle einer originären Nachricht wird.

Sachtext

Lit, TG, TS, Stil - Der Sachtext ist eine Beschreibung oder Information über etwas, das wirklich ist und wie etwas ist. Lexikon, Zeitung, Vortrag, Tierbücher, Informationstexte, Gebrauchsanweisungen, Personenbeschreibungen, Protokoll, Unfallberichte, Rezepte, Textgattung: Nicht fiktional, Textsorte: Beschreibung ,Sprachliche Grundhaltung: informierend

Oft mit den Textgattungen #Epik, #Lyrik und #Dramatik genannt

Sage

Lit, TS, vgl. Märchen, Fabel, Geschichte

- Für wahr gehaltener Bericht von Vergangenem. Die Sage hat einen wahren Hintergrund. Sie wird mündlich überliefert und hat eine Einheit des Ortes, der Zeit und der Handlung.

Satz als Stilmittel

Lit,St

Oft kann man einen Text auf verschiedene Weise in Sätzen einleiten. Die Unterteilung in Sätze und dabei verwendeten Satzzeichen sind Teil des Stils eines Textes.

Bsp:

So ist es eben. Der eine gewinnt. Der andere verliert. Das war immer so. Da kann man nichts machen So ist das eben, der eine gewinnt, der andere verliert; das war immer so - da kann man nichts machen.

ES= einfache Sätze, denen eine Wortkette zugrunde liegt. Bsp: In einer Schule war einmal ein kleiner Geldbetrag entwendet worden.

ZS= zusammengesetzte Sätze sind welche, die aus Teilsätzen bestehen. Einem Teilsatz liegt eine verbale Wortkette zugrunde. Bsp: "Das sind Zahnstücke", sagte er ernst, indem er jedem der fünf Verdächtigen einen davon überreichte.


Satzfragmente sind verkürzte und abgebrochene Sätze z.B. Einwortsätze wie "Bitte?" oder unvollständige wie "Ach!" oder "Bestimmt!".

Teilsätze stehen nicht allein sondern mit (einem) anderen zusammen in einem zusammengesetzten Satz z.B.: "Sie erschraken, als er verkündete er käme wieder!"

Siehe: Stilmittel, Textart


Satzarten und Satzbau

Stil, Gr, SA

Satzarten (3 Satzarten)

- Aussage (ASS): Er kommt. - Aufforderung (ARS): Komm! - Frage (FS): Kommst du mit?

Satzbau - Satzbauweise

- einfache Sätze: eine Proposition (Lea liest seit zwei Stunden.)

- Satzfragment: spezielle Form des einfachen Satzes, ohne Prädikat und Subjekt (Nein.)

- zusammengesetzte Sätze: mehrere Propositionen ( Laura sagt, sie freue sich auf das Wochenende.)

- zusammengezogene Sätze, elliptische Sätze: Wiederholungen werden weggelassen.


Satzfragment

- Fragment = Bruchstück

- Satzfragmente sind nonverbale Teile eines Satzes, aber dennoch eigene Propositionen.

- Man erkennt sie daran, dass sie sich nicht als Satzglieder in eine benachbarte Proposition einbauen lassen.

- Das Komma, das nach einem Satzfragment kommt hat Ko. 6. Bsp.: Ja, meine Damen und Herren, sie haben recht.


Signete & Piktogramme

Lit

Piktogramme sind Hinweise auf öffentliches Verhalten oder auf öffentliche Gebäude, z.B.Klos, Verbotschilder Signete sind Wappen von Firmen, Clubs usw..

Zusatz: ein SLOGAN ist ein Werbespruch ? Ein Stoppschild ist ein a), eine Coca-Cola-Werbung ist ein b)

- a) Piktogramm b) Signet

Schilderung

Lit, TS, S

- Subjektive, ausgeschmückte vom Gefühlen beeinflusste "Erklärung" - man geht von sich aus, seinen eigenen Ansichten und Gefühlen

Wichtige Wortarten - Verben (Zeitwörter=Geschwindigkeit) - Adjektive (Beschreibungen)

Die Schilderung ist ein Text, der die persönliche Empfindungen wiedergibt. Sie ist sehr ausführlich, farbig und gefühlsbetont geschrieben. Oft werden eindrucksvolle Bilder, Vergleiche und Personifizierung in der Schilderung verpackt.

Aufbau: Meistens vom allgemeinen ins Besondere Siehe auch Beschreibung, Aufsatz


Sprachliche Grundhaltungen

Lit

- Es gibt insgesamt 4 versch. Sprachliche Grundhaltungen für einen Text. Überall hat der Autor versch. Ziele, die er an den Leser... weitergeben möchte. Erzählen - Wird gebraucht allgemein für Geschichten, Märchen... - Ziel: Dem Leser eine Geschichte zu schreiben.

Informieren - Wird in Zeitungen, Sachbüchern und Dokumentationsbüchern benutzt. - Ziel: Den Leser zu informieren über irgend etwas. Dieses aber eher detailliert.

Appellieren - Wird in der Werbung und Politik gebraucht um den Leser auf etwas aufmerksam zu machen. Es kann auch einfach eine Beschwerde sein.

Argumentieren Wird für versch. Zwecke gebraucht. z.B. in der Politik vor einer Abstimmung, in einem pro - contra - Text. Auch um durch Argumente jemanden auf etwas aufmerksam machen.


Sprachliche Mittel

Lit, Stil

- Wortzusammensetzung: Doppeleffekt, porentief, sonnenklar - Vergleichsformen: das strahlendste Weiss, das beste Öl, so frisch wie der Morgen - Reizwörter: neu, gratis, billig, einmalig, Superkraft, unschlagbar - Fachwörter: bioaktiv, tonisierend, Kapazität, Exempel - Persönliches Ansprechen: Gönnen sie sich..., wissen sie schon..., glauben sie mir... - Slogans, Reime, Wortspiele, Bilder, Personifizieren

Siehe: Stilmittel

Stilmittel

Lit, Stil Definition: Stilmittel sind verschiedene Mittel, die ein Autor in seinen Texten verwendet. Jeder Schreiber hat andere Stilmittel die er benutzt, so wird jede Geschichte anders gestaltet und hat einen eigenen Charakter. Verwendung: Hauptsächlich werden Stilmittel in Texten und Geschichten (Büchern) verwendet. Beispiele: Wiederholung, Charakterisierung, Personifizierung, Vergleich, Steigerung, lange-kurze Sätze, Aufzählung, sprachliche Grundhaltung, Reime, Textgattungen, Textsorten, Verdoppelung Wichtigste Stilmittel: Metapher: Vergleich ohne „ wie“ Bsp: Er ist ein Fels in der Brandung Vergleich: Wenn man zwei Dinge sich gegenüberstellt mit dem Wort „wie“ Bsp: Er ist wie ein Fels in der Brandung Pars pro tot: Man beschreibt nur einen Teil des Ganzen meint aber das Ganze. ( Von der Funktion her ist pars pro toto ein Metapher ) Bsp: Ein Dach über dem Kopf haben (Man redet nur vom Dach meint aber das ganze Haus) Personifizierung: Etwas menschlich darstellen Bsp: Der Mond weint Redewendung: Bildliches Darstellen einer Sache Bsp: Er hat den Nagel auf den Kopf getroffen ( wirkliche Aussage: er hat genau das Richtige gesagt ), Redewendungen können in eine Verbpersonalform gesetzt werden. Sprichwort: Wird nicht verändert, bleibt als Zitat im Text stehen "Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein" Zitat: "blabla" wird so stehen gelassen wie es gesagt, geschrieben wurde. In Anführungszeichen. Rhetorische Frage: Eine Frage auf die es keine direkte Antwort gibt. Keine Antwortmöglichkeit Bsp: Bin ich eigentlich blöd? Steigerung durch Wiederholung: Wenn man etwas hervorheben will, kann man es im Text steigern Bsp: Er kam müde von der Arbeit zurück, müde legte er sich hin, müde schlief er ein. Aufzählung: Aufreihen von Dingen, mit Kommas abgetrennt. Bsp: Ich sah einen Hund, ein Haus und einen Baum Siehe: Stil, Satzbau, Satzarten, Epik/ Lyrik, Satz als Stilmittel

Substantivierung

Gr, WA - Lit, Stil

- Wenn Verben/Adjektive zu Nomen werden (essen, das Essen, kaufen, der Kauf, schön, das Schöne)
- Umwandlung in ein Hauptwort um das Verb zu sparen.
- Kommt vor in öffentlichen Texten und Gesetzestexten.

Suffix Präfix

Gr WA, Lit Stil

- Nachsilbe - Bsp.: "-heit" in Weisheit Vorsilbe Gr, WA - Lit, St

Präfix: ge | such

Stil

charakteristische Ausdrucks- und Gestaltungsweise eines Textes - vgl. Individualstil, Zeit- oder Epochalstil, Epigonalstil, Gattungsstil, Sachstil, Wissenschaftsstil, restringierter Code, elaborierter Code, Jargon, Umgangssprache, Dialekt, parataktischer Stil, hypotaktischer Stil, Nominalstil, Verbalstil

Synonym

siehe auch: #Antonym Homonym, homophon (homo = gleich, phon = klingend, tönend) "gleichbedeutendes Wort" im Gegensatz zu Gegenteil/"gegenteiliges Wort" Wörter (genauer: Lexeme), die bedeutungsgleich oder so bedeutungsähnlich sind, dass sie innerhalb eines Satzes gegenseitig ausgetauscht werden können - vgl. Wortfiguren Beispiele: fast - beinahe; Samstag - Sonnabend

Textanalyse

Untersuchung eines Textes, die darauf abzielt, den Gegenstand, das Thema des Textes zu erfassen, die Aussageabsicht und die dazu verwendeten sprachlichen Mittel zu erkennen und eigenständig zu beurteilen. Zur Textanalyse gehört 1. eine Inhaltsangabe, die sachlich und präzise über den Kerngedanken des Textes informiert und seine wichtigsten Thesen, Argumente und die Intention in eigenen Worten zusammenfasst. 2. eine Stellungnahme, eine begründete Meinungsäußerung, die zeigt, dass der Leser den Originaltext verstanden hat und das Thema eigenständig beurteilen kann. Das Ergebnis der Stellungnahme sollte eine argumentativ gestützte eindeutige Bestätigung oder Gegenposition der in Frage stehenden These enthalten.

Textproduktion

oft synonym zu Aufsatz, Texte schreiben #Aufsatz

Textaufbau Kohärenz

- Einleitung: Voraussetzungen schaffen, zum Thema hinführen - Hauptteil: Gegliedert in mehrere Abschnitte (= Leitgedanken) - Schluss: Zusammenfassung, Ergebnisse, persönliches Urteil, Ausblick

Textkohärenz, Textfluss Lit, schreiben

Die Textkohärenz ist der Textfluss. Bei einer guten Textkohärenz bauen die Sätze aufeinander auf und es hat keine Sprünge. Begründen (weil): daher, denn, zudem, wegen, deswegen, dass, davon... Aufreihen (1. 2. 3.): auch, vorher, ebenso, und, dazu, nachher, zuerst... Gegenüberstellung (a-b): auf der einen Seite, auf der anderen - teils, teils - einerseits - andererseits Gewichten (komparativ / superlativ: vor allem, am meisten, besonders, am wichtigsten, entscheidend...

Siehe: Disposition, Textgattungen

Textsorte - Textgattungen

Lit verschiedenste Arten/Sorten von Texten werden über Textgattung in Textsorten unterteilt - Alle Formen, die in den Textgattungen genannt werden, sind Textsorten

Epik = erzählende Dichtkunst, breit, ohne Reime, sprachlich: Prosa=normal (=/= Poesie:gedichtet) - Märchen: keine Jahreszahlen, "es war einmal..." - Fabeln: Tiere stellen den menschlichen Charakter dar, Moralcharakterisierung

Lyrik - Gedichte ( = verdichtete Sprache, keine Redundanz) - Reime, siehe Reimschemas - ungereimte Gedichte - Synfonien, Lobgesänge, - "dada" Gedichte - Nonsens Gedichte - Es gibt gereimte und ungereimte Gedichte. Ein Gedicht besteht aus versch. Strophen und versch. Zeilen.

Dramatik Theater: Komödien, Tragödien, Monolog, Dialog, Schauspiellehre, -dichtung, bewegte Handlung, Tragikkomödie, Schwänke (Streich, lustige Geschichte, Schauspiel), Krimi - Akt: Szene, Protagonist: Hauptdarsteller, Hauptspieler, Wortführer, Vorkämpfer - Hörspiel: dramatisches Spiel für den Rundfunk / Radio

These

Behauptung, die um nicht reine Meinung zu bleiben, der Begründung, einer vernünftig nachvollziehbaren Argumentation bedarf. siehe auch: Literaturglossar#Antithese, Hypothese, Synthese

Vortrag, Referat

Lit, Ko Kurzvortrag, Bericht, längerer mündlicher Bericht, Berichterstattung bei Vorgesetzten, Darbietung von Dicht- und Tonwerk Vorbereitung: - Thema wählen, sich informieren: Bücher (Sachtext, Lexikon), Bibliothek, Video, Internet, Zeitung, andere Medien - Struktur, Aufbau festlegen, Notizen, Zsfsg, Stichwortzettel - lernen: laut, mit Hilfe des Zettels, vor Spiegel Vortrag: - Anfang: Interesse der Zuhörer wecken durch eine Einleitung mit aktuellen Ereignissen Bilder (Folien Dias) persönlichen Erlebnissen, Fragen - Sprechen: laut, deutlich, nicht zu schnell - Haltung: natürliches Auftreten, Gestik, Mimik, fester Publikums Kontakt - Klarheit: kurze, klare Sätze, verständliche Hauptlinien des Gedankenganges - Anschaulichkeit: Hilfsmittel (Tonband Film Dia Folie) eigene Worte

Werbeslogan

(Slogan = engl. Schlachtruf) Werbespruch, der durch Sprachwitz und/oder Originalität die Aufmerksamkeit wecken und zugleich für einen gesteigerten Wiedererkennungswert des Produktnamens sorgen soll. Die zarteste Versuchung, seit es Schokolade gibt. Wissenskluftthese auch Knowledge-gap-Hypothese. Sie besagt, dass sich durch ein wachsendes Informations- und Medienangebot die Kluft zwischen Menschen mit formal höherem und Menschen mit niedrigerem Bildungsgrad vergrößert.


W-Fragen

Lit

WER? Personen (Verhalten, Eigenschaften, Beziehungen) WAS? Handlungen, Vorgänge WANN? Zeitliche Abfolge WO? Schauplätze WIE? Eigenart der Handlungsabläufe WOZU? Ziele Wie viel? Anzahl

Siehe: Sprachliche Grundhaltungen, Interview

Witz (Pointe)

als Textsorte, siehe auch Pointe, Klimax, Wendepunkt schwarzer Humor, Ironie, Sarkasmus, Zynismus

Humorformen:

  • Sarkastischer Humor
  • rassistischer Humor
  • schwarzer Humor
  • sexistischer Humor
  • sadistischer Humor
  • englischer Humor
  • bildlicher Humor

Bsp: Blondinenwitze, Mantawitze, Österreicherwitze, Abstraktwitze, Tierwitze, Sprachwitze, Reimwitze

Pointe: Spitze, Höhepunkt Sie steht oft am Schluss. Da sie sehr unerwartet kommt und abstrakt gegenüber des Textes ist, bringt sie den Humor in den Witz. Klimax: Höhepunkt, Wendepunkt einer Geschichte.

Wortfamilie

WS

Z.B. beim Verb "sehen" kann man alle Wörter aufzählen, die irgend etwas mit "sehen" oder "was sehen" zutun haben. sehen : Licht, Farben, TV, Brille, Linsen, blind, Augen, Krieg, Kino ...


Wortfeld

WS

Beim Wortfeld geht man wie bei der Wortfamilie von einem Verb aus. Man ersetzt ein Verb durch ein anderes sehr nahes Verb.

Bleibt in derselben Wortart sehen : schauen, betrachten, wegsehen, viel sehen, versehen, schielen, bewundern ...

Wortstamm

WS

Teil ohne Vorsilbe und Endsilbe. Hauptteil des Grundwortes. Bsp: weggehen

Zusammenfassung

vgl. Aufsatz, Text, Inhaltsangabe, Zeit: Vergangenheit (Präteritum), ev. Präsens für Inhaltsangaben Engl. Summary. Nur das Wichtigste ohne direkte Rede (=/= Nacherzählung) In 120 Worten das wichtigste sagen, vom Wichtigsten ins Unwichtigere.